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Deutlicher Millionenschaden

Gert Middendorf, Seniorchef von Muschert und Gierse, war noch in der Nacht vom Stammsitz des Unternehmens nach Heiligenstadt gefahren. Er geht von einem deutlichen Millionenschaden aus. Etwa 120 der rund 300 Mitarbeiter waren zur Zeit des Brandausbruchs im Gebäude.

23. August 2017 / 10:54 Uhr

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Foto: Feuerwehr Leinefelde

Weithin sichtbar schlugen in der Nacht zum Dienstag die Flammen aus einer Lagerhalle in Heiligenstadt. Ursache und Schadenshöhe sind noch unklar.

Als die Heiligenstädter Feuerwehr gegen 1.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag bei der Firma Muschert und Gierse eintraf, stand eine der Lagerhallen im Vollbrand . Die Flammen schlugen bereits weithin sichtbar aus dem Dach der Halle. Sofort wurden die Wehren aus Uder, Siemerode, Günterode, Kalteneber, Bodenrode-Westhausen, Dingelstädt, Leinefelde und Worbis nachgefordert. Auch der neue Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski war an die Einsatzstelle geeilt und stand den Führungskräften beratend zur Seite. Insgesamt waren über 100 Kräfte im Einsatz.

„Der in der hinteren Werkhalle ausgebrochene Brand fraß sich durch eine Innenwand und entzündete in einer vorgelagerten Halle deponierte Materialien“, schildert Franz Bierschenk von der Heiligenstädter Wehr. Insgesamt waren drei zusammenhängende Lagerhallen betroffen. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf die Verhinderung der Brandausbreitung und musste den Einsatzort in vier Abschnitte einteilen. „In zwei Abschnitten wurde die Brandbekämpfung koordiniert.“ Mit allen drei Eichsfelder Drehleitern konnte das Feuer von drei Seiten gleichzeitig eingedämmt werden. Gleichzeitig gingen weitere Atemschutztrupps im Inneren gegen die Flammen vor. Sogar ein mobiler Wasserwerfer kam zum Einsatz. Die Wasserversorgung musste teils von der Leine über Schlauchleitungen sichergestellt werden, auch die Ostspange wurde voll gesperrt. Der Rettungs- und Sanitätsdienst übernahm die medizinische Betreuung und Versorgung der Einsatzkräfte.

Bis in die Morgenstunden waren rund 100 Rettungskräfte im Einsatz, um die Flammen in einer Lagerhalle der Firma Muschert und Gierse in Heiligenstadt zu löschen.

„Trotz des großen Brandausmaßes wurden weder Mitarbeiter noch Einsatzkräfte verletzt“, herrschte große Erleichterung. Etwa 120 der rund 300 Mitarbeiter waren zur Zeit des Brandausbruchs im Gebäude. Sie wurden durch die Brandmeldeanlage gewarnt und konnten den Bereich eigenständig verlassen. Einige von ihnen hatten bereits erste Löschversuche unternommen, allerdings vergeblich.

Die Feuerwehren waren bis in die Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Doch auch nach dem Signal „Feuer aus“ gab es eine nachhaltige Rauch- und Hitzeentwicklung. Immer wieder kontrollierten die Feuerwehrleute, ob noch Glutnester wieder aufflackern. Auch jetzt, wo der Brand gelöscht ist, gibt es noch eine nachhaltige Rauch-und Hitzeentwicklung. Die Kriminalpolizei Nordhausen eilte gestern nach Heiligenstadt, um die Ermittlungen zur Brandursache aufzunehmen. „Diese gestalten sich jedoch schwierig, da die Halle noch nicht begehbar ist“, so Polizeisprecherin Fränze Töpfer. Wahrscheinlich können die Ermittler erst am heutigen Mittwoch mit der Ursachenforschung beginnen.

Gert Middendorf, Seniorchef von Muschert und Gierse, war noch in der Nacht vom Stammsitz des Unternehmens nach Heiligenstadt gefahren. Er geht von einem deutlichen Millionenschaden aus. „Das muss abgewartet werden“, sagte er am Morgen. Glücklicherweise sei die Produktion selbst nicht gefährdet, da das Feuer im Versand- und Verladebereich ausbrach. Die Hallen seien in mehrere Brandschutzabschnitte eingeteilt, erklärte er. Das bedeute, dass der betroffene Bereich automatisch zum Beispiel durch sich schließende Türen, abgeriegelt werde. „Das hat auch hier gegriffen.“ Trotzdem umfasse der zerstörte Bereich etwa 6000 Quadratmeter. Auch fertige Waren, die für die Auslieferung bereit standen, wurden Opfer der Flammen. „Wichtig ist, dass jetzt kein Stillstand in der Produktion herrscht. Die Anlagen sind turnusgemäß wieder angelaufen“, so Middendorf. „Wir produzieren, das ist lebenswichtig für uns und die Arbeitsplätze hier. Das ist schon einmal ein Glücksfall.“ Middendorf lobte die „hochprofessionelle Arbeit der Feuerwehren mit kühlem Kopf“. Muschert und Gierse ist seit 1992 in Heiligenstadt ansässig. Die Firma ist auf die Oberflächenbehandlung von Metallen – galvanische Zink- und Zinklegierungsüberzüge sowie kathodische Tauchlackierung – spezialisiert und beliefert die Automobilindustrie.

muschgie-taIn der Nacht zu Dienstag zerstörte ein Großfeuer einen Hallenkomplex in Heiligenstadt. Auf Grund der entstandenen Schäden ist der Komplex nun einsturzgefährdet.
Bildrechte: TA

muschgie-feuer1Foto: Feuerwehr Heiligenstadt

muschgie-juengelFoto: Eckhard Jüngel

muschgie-feuer2Foto: Feuerwehr Leinefelde

100 Einsatzkräfte die ganze Nacht im Einsatz

Heiligenstadt. 100 Einsatzkräfte die ganze Nacht in Firma im Heiligenstädter Gewerbegebiet Ost im Einsatz. Produktionslinie glücklicherweise nicht betroffen.

22. August 2017 / 18:55 Uhr

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Bis in die Morgenstunden waren rund 100 Rettungskräfte im Einsatz, um die Flammen in einer Lagerhalle der Firma Muschert und Gierse in Heiligenstadt zu löschen. Foto: Eckhard Jüngel

Heiligenstadt. Als die Heiligenstädter Feuerwehr gegen 1.30 Uhr in der Nacht zu gestern bei der Firma Muschert und Gierse eintraf, stand eine der Lagerhallen im Vollbrand. Die Flammen schlugen bereits weithin sichtbar aus dem Dach der Halle. Sofort wurden die Wehren aus Uder, Siemerode, Günterode, Kalteneber, Bodenrode-Westhausen, Dingelstädt, Leinefelde und Worbis nahgefordert. Auch der neue Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski war an die Einsatzstelle geeilt und stand den Führungskräften beratend zur Seite. Insgesamt waren über 100 Kräfte im Einsatz.

„Der in der hinteren Werkhalle ausgebrochene Brand fraß sich durch eine Innenwand und entzündete in einer vorgelagerten Halle deponierte Materialien“, schildert Franz Bierschenk von der Heiligenstädter Wehr. Insgesamt waren drei zusammenhängende Lagerhallen betroffen. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf die Verhinderung der Brandausbreitung und musste den Einsatzort in vier Abschnitte einteilen. „In zwei Abschnitten wurde die Brandbekämpfung koordiniert.“ Mit allen drei Eichsfelder Drehleitern konnte das Feuer von drei Seiten gleichzeitig eingedämmt werden. Gleichzeitig gingen weitere Atemschutztrupps im Inneren gegen die Flammen vor. Sogar ein mobiler Wasserwerfer kam zum Einsatz. Die Wasserversorgung musste teils von der Leine über Schlauchleitungen sichergestellt werden, auch die Ostspange wurde voll gesperrt. Der Rettungs- und Sanitätsdienst übernahm die medizinische Betreuung und Versorgung der Einsatzkräfte.

„Trotz des großen Brandausmaßes wurden weder Mitarbeiter noch Einsatzkräfte verletzt“, herrschte große Erleichterung. Etwa 120 der rund 300 Mitarbeiter waren zur Zeit des Brandausbruchs im Gebäude. Sie wurden durch die Brandmeldeanlage gewarnt und konnten den Bereich eigenständig verlassen. Einige von ihnen hatten bereits erste Löschversuche unternommen, allerdings vergeblich.

Die Feuerwehren waren bis in die Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Doch auch nach dem Signal „Feuer aus“ gab es eine nachhaltige Rauch- und Hitzeentwicklung. Immer wieder kontrollierten die Feuerwehrleute, ob noch Glutnester wieder aufflackern. Auch jetzt, wo der Brand gelöscht ist, gibt es noch eine nachhaltige Rauch-und Hitzeentwicklung. Die Kriminalpolizei Nordhausen eilte gestern nach Heiligenstadt, um die Ermittlungen zur Brandursache aufzunehmen. „Diese gestalten sich jedoch schwierig, da die Halle noch nicht begehbar ist“, so Polizeisprecherin Fränze Töpfer. Wahrscheinlich können die Ermittler erst am heutigen Mittwoch mit der Ursachenforschung beginnen.

Gert Middendorf, Seniorchef von Muschert und Gierse, war noch in der Nacht vom Stammsitz des Unternehmens nach Heiligenstadt gefahren. Er geht von einem deutlichen Millionenschaden aus. „Das muss abgewartet werden“, sagte er am Morgen. Glücklicherweise sei die Produktion selbst nicht gefährdet, da das Feuer im Versand- und Verladebereich ausbrach. Die Hallen seien in mehrere Brandschutzabschnitte eingeteilt, erklärte er. Das bedeute, dass der betroffene Bereich automatisch zum Beispiel durch sich schließende Türen, abgeriegelt werde. „Das hat auch hier gegriffen.“ Trotzdem umfasse der zerstörte Bereich etwa 6000 Quadratmeter. Auch fertige Waren, die für die Auslieferung bereit standen, wurden Opfer der Flammen. „Wichtig ist, dass jetzt kein Stillstand in der Produktion herrscht. Die Anlagen sind turnusgemäß wieder angelaufen“, so Middendorf. „Wir produzieren, das ist lebenswichtig für uns und die Arbeitsplätze hier. Das ist schon einmal ein Glücksfall.“ Middendorf lobte die „hochprofessionelle Arbeit der Feuerwehren mit kühlem Kopf“. Muschert und Gierse ist seit 1992 in Heiligenstadt ansässig. Die Firma ist auf die Oberflächenbehandlung von Metallen – galvanische Zink- und Zinklegierungsüberzüge sowie kathodische Tauchlackierung – spezialisiert und beliefert die Automobilindustrie.

Thüringer Allgemeine | Silvana Tismer / 22.08.17

Muschert+Gierse: Produktion läuft nach Brand wieder an

Neuenrade/Küntrop – Mit Macht setzt man bei Muschert + Gierse alle Hebel in Bewegung, um die Produktion wieder in Gang zu bringen – mit Erfolg. In der unbeschädigten Halle werde schon wieder im Dreischicht-Betrieb produziert, sodass einer der wichtigsten Kunden bedient werden kann.

© von der Beck

Große Container rund um Muschert + Gierse: Hier wird das Löschwasser aufgefangen. © von der Beck

Das erläuterte Iris Middendorf aus der Inhaberfamilie. Gleichzeitig würden zwei Dutzend Beschäftigte ins Zweigwerk nach Heiligenstadt transferiert, um dort eine Dependance „für die Küntroper Kunden“ zu installieren.

Bei Muschert + Gierse herrscht jedenfalls hektische Betriebsamkeit: Handwerkerfahrzeuge, Bagger stehen überall, Aufräumtrupps sind mit der Schadensbegrenzung und dem Aufräumen befasst.

Rund um das Gebäude verteilt sind jede Menge große grüne Mietcontainer zu sehen. Hier wird das von Fachbetrieb Lobbe abgepumpte kontaminierte Löschwasser aus den Auffangbecken des Oberflächenveredlers untergebracht.

Vorsichtig beginnen Fachleute außerdem damit, das Trümmerfeld kontrolliert und beobachtet zu beseitigen. Beobachtet deshalb, um Ursachenforschung betreiben zu können.

Die Polizei geht weiterhin von einem technischen Defekt aus. Vorsätzliche, aber auch fahrlässige Brandstiftung wird ausgeschlossen, teilte Polizeisprecher Dietmar Boronowski mit.

Am Dienstagabend kam es dann noch zu einem Feuerwehreinsatz bei Muschert + Gierse. Offenbar hatte sich im Randbereich des Daches wieder ein kleines Feuer entwickelt.

Wie Heinz-Jürgen Böhmer, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, auf Nachfrage mitteilte, habe man die Löschgruppe Küntrop alarmiert und den Hubrettungswagen eingesetzt, um die Verkleidung abzureißen und das Feuer zu löschen. - vdB

Quelle: come-on.de

Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade vernichtet Teil der Produktion

 

Fotos: Mark Sonneborn Text: Firma Muschert + Gierse

Fotos: Mark Sonneborn
Text: Firma Muschert + Gierse

Neuenrade. Ein Großbrand bei der Neuenrader Firma Muschert + Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) vernichtete gestern innerhalb von sieben Stunden einen Teil der Produktionshallen. Personen kamen nicht zu Schaden. Um 17:03 Uhr waren die ersten beiden Meldungen bei zwei Bereitschaftsmitarbeitern auf dem Handy eingegangen. Alarmrufe gingen von einem Rauchmelder und der Abwasseranlage aus. Die Feuerwehr war bereits in Bereitschaft versetzt, als kurze Zeit später in einer der Produktionshallen eine große Feuersäule in die Luft schoss. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs ruhte die Produktion, welche erst um 20 Uhr zur Nachtschicht hätte anlaufen sollen.

Das Feuer breitete sich sehr schnell innerhalb der Galvanikhalle aus und sprang von dort auf andere Betriebsteile über. Die Feuerwehr war mit acht Löschzügen im Einsatz. Zu Spitzenzeiten hatte Einsatzleiter Carsten Runte acht Löschzüge mit insgesamt 350 Mann und 6.000 Metern Brandschlauch zu koordinieren. „Ich kann mich an keinen Brand erinnern, bei dem fünf Drehleitern zum Einsatz kamen“, so Runte. Die benachbarte Firma Bültmann stellte Räumlichkeiten zur Verfügung, von denen aus der Großeinsatz gesteuert wurde. Vom Kreis wurde ein Krisenstab geschickt, der kontinuierlich Luftmessungen vornahm, da das Feuer eine starke Rauch- und Rußentwicklung mit sich brachte. Die gemessenen Werte wiesen aber zum Glück keine Auffälligkeiten auf, so dass hier Entwarnung gegeben werden konnte.

Gegen zwei Uhr morgens hatten die eingesetzten Wehren den Brand unter Kontrolle. Zurzeit wird das kontaminierte Löschwasser gezielt durch ein Entsorgungsunternehmen entsorgt. Gleichzeitig kümmern sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter darum, dass Kunden informiert und Teile der Produktion ins Zweigwerk nach Thüringen verlagert werden. „ Wir sind gedanklich schon mit der Zukunft beschäftigt und werden die Galvanik wieder komplett neu aufbauen“, so Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf. Glücklicherweise konnte der Großteil der Büros, die Logistikhalle und eine erst 2012 errichtete Produktionshalle inklusive neuester Gestelltechnik vor dem Feuer bewahrt werden.

Die Geschäftsführung geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass diese Halle bereits diese Woche wieder in Produktion genommen werden kann. Über das komplette Ausmaß des Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sachverständige für Betriebsunterbrechung, Gebäude und Einrichtungen werden morgen vor Ort sein. Mitarbeitergehälter und –löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, werde durch die Versicherung voll abgedeckt. „Hier muss sich also kein Mitarbeiter Sorgen machen“, äußerte die Inhaberfamilie Middendorf.

Der Besondere Dank der Geschäftsleitung gilt den eingesetzten Löschzügen, allen voran dem Einsatzleiter Carsten Runte, der Polizei, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Firmen Bültmann und AEZ und allen Mitarbeitern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

Quelle: lennespiegel.de

Sehen sie hier den Originalbeitrag

Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade

Pressemitteilung vom 10.11.2014

Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade, Küntrop, vernichtet Teil der Produktion
Ein Großbrand bei der Neuenrader Firma Muschert + Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) vernichtete gestern innerhalb von 7 Stunden einen Teil der Produktionshallen. Personen kamen nicht zu Schaden.

Um 17:03 Uhr waren die ersten beiden Meldungen bei 2 Bereitschaftsmitarbeitern auf dem Handy eingegangen. Alarmrufe gingen von einem Rauchmelder und der Abwasseranlage aus. Die Feuerwehr war bereits in Bereitschaft versetzt, als kurze Zeit später in einer der Produktionshallen eine große Feuersäule in die Luft schoss. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs ruhte die Produktion, welche erst um 20 Uhr zur Nachtschicht hätte anlaufen sollen. Das Feuer breitete sich sehr schnell innerhalb der Galvanikhalle aus und sprang von dort auf andere Betriebsteile über. Die Feuerwehr war mit 8 Löschzügen im Einsatz. Zu Spitzenzeiten hatte Einsatzleiter Carsten Runte 8 Löschzüge mit insgesamt 350 Mann und 6.000 Metern Brandschlauch zu koordinieren. „Ich kann mich an keinen Brand erinnern, bei dem 5 Drehleitern zum Einsatz kamen“, so Runte. Die benachbarte Firma Bültmann stellte Räumlichkeiten zur Verfügung, von denen aus der Großeinsatz gesteuert wurde. Vom Kreis wurde ein Krisenstab geschickt, der kontinuierlich Luftmessungen vornahm, da das Feuer eine starke Rauch- und Rußentwicklung mit sich brachte. Die gemessenen Werte wiesen aber zum Glück keine Auffälligkeiten auf, so dass hier Entwarnung gegeben werden konnte. Gegen 2 Uhr morgens hatten die eingesetzten Wehren den Brand unter Kontrolle. Zurzeit wird das kontaminierte Löschwasser gezielt durch ein Entsorgungsunternehmen entsorgt. Gleichzeitig kümmern sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter darum, dass Kunden informiert und Teile der Produktion ins Zweigwerk nach Thüringen verlagert werden. „ Wir sind gedanklich schon mit der Zukunft beschäftigt und werden die Galvanik wieder komplett neu aufbauen“, so Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf. Glücklicherweise konnte der Großteil der Büros, die Logistikhalle und eine erst 2012 errichtete Produktionshalle inklusive neuester Gestelltechnik vor dem Feuer bewahrt werden. Die Geschäftsführung geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass diese Halle bereits diese Woche wieder in Produktion genommen werden kann. Über das komplette Ausmaß des Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sachverständige für Betriebsunterbrechung, Gebäude und Einrichtungen werden morgen vor Ort sein. Mitarbeitergehälter und –löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, werde durch die Versicherung voll abgedeckt. „Hier muss sich also kein Mitarbeiter Sorgen machen“, äußerte die Inhaberfamilie Middendorf.

Der Besondere Dank der Geschäftsleitung gilt den eingesetzten Löschzügen, allen voran dem Einsatzleiter Carsten Runte, der Polizei, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Firmen Bültmann und AEZ und allen Mitarbeitern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

Großbrand verursacht 15 Mio Euro Sachschaden

 

Brand bei Muschert und Gierse

© Kreispolizeibehoerde bei lennespiegel.de

Neuenrade. (ots) Beamte der Lüdenscheider Kriminalpolizei haben heute den Brandort aufgesucht. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme ist nicht von einer vorsätzlichen Inbransetzung der Galvanik auszugehen. Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung kann in den nicht vom Brand betroffenen Gebäudeteilen/Räumlichkeiten eine bedingte Arbeitsaufnahme stattfinden. Der nunmehr geschätzte Sachschaden wird mit ca. 15.000.000 Euro angegeben. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Quelle: lennespiegel.de

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Auswirkungen des Brandes auf die Umwelt

Neuenrade –  Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen hat eine Wischprobe von den Brandrückständen genommen, teilte Birgit Kaiser de Garcia aus der Pressestelle des Amtes auf Nachfrage mit.

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Mit Sandsäcken wird das kontaminierte Löschwasser so weit es geht zurückgehalten., © come-on.de

Brandrückstände seien Asche und Ruß, die sich nach einem Brand unter anderem auf Fensterbänken, Autos oder gar Pflanzen absetzten. Die Probe der Rückstände sei auf eine bestimmte Unterlage aufgebracht und in einem geschlossenen Behälter ins Labor gebracht worden.

Es gehe darum, festzustellen, ob in den Rückständen Dioxine zu finden sind. „Dioxine sind hoch giftig und krebserzeugend“, sagte Kaiser de Garcia. Mit einem Ergebnis sei wegen der Aufwändigkeit der Untersuchung erst in drei oder vier Tagen zu rechnen. „Sollten die Rückstände giftig sein, empfehlen wir beispielsweise Gemüse aus eignem Anbau in der näheren Umgebung des Brandortes gut abzuwaschen oder gar nicht mehr zu essen“, sagte die Pressesprecherin.

Ursula Erkens, Pressesprecherin beim Märkischen Kreis, erklärte unterdessen, dass der Löschschaum, der technisch nicht vorher hätten abgefangen werden können und jetzt „in geringen Mengen“ auf der Hönne schwimme, keine Gefahr für die Umwelt sei.

„In dem Schaum sind keine Stoffe, die nicht von selbst wieder abgebaut werden könnten.“ Das werde lediglich zwei, drei Tage dauern – so lange bis genug frisches Wasser nachgelaufen ist, das sich mit dem verunreinigten mischt – und den Schaum neutralisiert.

 Die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises und der Klärwerkbetreiber Ruhrverband hätten Schadstoffe im Wasser in der Kläranlage – unter anderem Nickel – mit Salzen gebunden, erklärte Erkens. Ein normaler pH-Wert des Wassers in der Kläranlage liege zwischen 7 und 8, alles über 10 sei basisch und somit kritisch. Zwischenzeitlich sei in der Kläranlage ein pH-Wert von 11 gemessen worden, so Erkens, der habe sich inzwischen aber normalisiert. Erkens beruhigt: „Für die Menschen besteht keine Gefahr, da das Wasser so lange geklärt wird, bis es wieder einwandfrei ist.“ – kk

Quelle: come-on.de

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Gewaltige Löschaktion

Neuenrade – Erschöpfte Feuerwehrmänner, Neugierige, Muschert + Gierse-Mitarbeiter, riesige Löschwasserpfützen, Polizisten, Entsorgungsfahrzeuge, eine Drehleiter mit Feuerwehrmann, der immer wieder mit Schaum einen Löschangriff startet, dazu aufgerollte Schläuche: Am Montagvormittag bot sich noch ein Katastrophenszenario an der Hönnestraße.

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Am späten Vormittag wurde nach Brandnestern gesucht. – Foto: von der Beck

 

Von Peter von der Beck

Doch zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr den Industriegroßbrand an der Hönnestraße beim Oberflächenveredler Muschert+ Gierse weitgehend unter Kontrolle. Übernächtigte Feuerwehrmänner waren schon damit befasst, ihre Ausrüstung zu sortieren und aufzuladen.

In der Nacht zuvor war die Feuerwehr mit zeitweise acht Löschzügen im Einsatz, setzte Löschwasser en masse ein. Zeitweise 8000 Liter pro Minute wurden ins Feuer gepumpt, insgesamt sechs Kilometer Brandschläuche wurden dafür per Hand verlegt. Wasser wurde aus der Kläranlage, der Hönne, aus Löschwasserbehältern benachbarter Firmen entnommen. Gar das Freibadbecken musste leergepumpt werden, sämtliche Hydranten wurden angezapft.

Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Carsten Runte: „Ich möchte nicht wissen, was im Sommer passiert wäre“. Sprich, es hätte wohl nicht genug Löschwasser gegeben.

Koordiniert wurde die Brandbekämpfung, bei der die Arbeit von 350 Einsatzkräften mit dem gewaltigem Fuhrpark, einschließlich fünf Drehleitern, von der benachbarten Firma Bültmann aus. Geführt von Runte war hier ein achtköpfiger Stab im Einsatz, der kurzfristig dort eingesetzt wurde.

Sogar Katastrophenalarm war ausgelöst worden. Und mit dem konnten viele Neuenrader/Garbecker nichts anfangen. Runte berichtete von zahlreichen Anrufen bei der Feuerwehr und bei ihm zuhause. Den anhaltenden Heulton konnte niemand zuordnen.

Die Bevölkerung wird bei dieser Sirenart aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Radio/ Fernsehen/Internet einzuschalten. Im Rahmen der Brandbekämpfung waren zeitweise ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich: So wurde eine benachbarte Tankstelle geöffnet, damit die Feuerwehrfahzeuge mit Diesel versorgt werden konnten.

Verpflegt wurden all die Einsatzkräfte vom DRK-Balve. Als der Ortsverband alarmiert wurde, hatten dessen Mitglieder gerade eine Großübung hinter sich, und wussten, dass die dabei verwendete Feldküche noch zur Verfügung stand.

Während einige der Helfer in Küntrop mit den nach-alarmierten DRK-Einheiten aus Werdohl und Altena zur Verfügung standen, wurde in der DRK-Unterkunft die Versorgung mit Heißgetränken und anderer Allgemeinverpflegung für alle Rettungskräfte sicher gestellt. Besonders dankbar für ein kühlendes Getränk waren die Atemschutzgeräteträger, die nach ihrem Einsatz ihre kiloschwere Ausrüstung ablegen und sich ausruhen konnten.

Am Vormittag wie gesagt war dann nur noch der Großhubwagen der Neuenrader Feuerwehr weiter vor der Fabrikhalle, der wurde zum Teil von der Kripo (die ist immer nach Bränden vor Ort) genutzt, um Fotos zu machen, überwiegend kam jedoch die Feuerwehr zum Einsatz, welche die Dachverkleidung aufmachte, um nach Brandnestern zu suchen.

Was den Brandschutz anbelangt, so gehört die Firma Muschert + Gierse sicher zu den Vorzeigebetrieben. Regelmäßige Brandschutzübungen finden hier statt. Mitarbeiter des Unternehmens sind auch bei der Feuerwehr aktiv.

Iris Middendorf, aus dem Kreis der Inhaberfamilie, ist sich sicher, dass noch mehr passiert wäre, wenn sich die Feuerwehr nicht so gut im Betrieb auskennen würde.

So waren bereits die ersten Brandmeldungen um 17 Uhr bei zwei Bereitschaftsmitarbeitern aufgelaufen und die Feuerwehr war in Bereitschaft versetzt worden. Während des Feuerausbruchs wurde nicht produziert, erst um 20 Uhr wäre die Arbeit angelaufen.

Optimismus und Tatendrang war am Montag bei Muschert + Gierse, zu spüren: Erste Maßnahmen wurden ergriffen, um die Produktion wieder anlaufen zu lassen. Und seitens der Inhaberfamilie wurde betont, das sich kein Mitarbeiter Sorgen machen müsse.

Auch bedankt man sich ausdrücklich bei der Feuerwehr, allen voran bei Einsatzleiter Carsten Runte, bei der Polizei, beim THW, beim DRK, Johannitern, der Firma Bültmann und AEZ sowie allen Mitarbeitern.

Quelle: come-on.de

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