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Muschert+Gierse: Produktion läuft nach Brand wieder an

Neuenrade/Küntrop – Mit Macht setzt man bei Muschert + Gierse alle Hebel in Bewegung, um die Produktion wieder in Gang zu bringen – mit Erfolg. In der unbeschädigten Halle werde schon wieder im Dreischicht-Betrieb produziert, sodass einer der wichtigsten Kunden bedient werden kann.

© von der Beck

Große Container rund um Muschert + Gierse: Hier wird das Löschwasser aufgefangen. © von der Beck

Das erläuterte Iris Middendorf aus der Inhaberfamilie. Gleichzeitig würden zwei Dutzend Beschäftigte ins Zweigwerk nach Heiligenstadt transferiert, um dort eine Dependance „für die Küntroper Kunden“ zu installieren.

Bei Muschert + Gierse herrscht jedenfalls hektische Betriebsamkeit: Handwerkerfahrzeuge, Bagger stehen überall, Aufräumtrupps sind mit der Schadensbegrenzung und dem Aufräumen befasst.

Rund um das Gebäude verteilt sind jede Menge große grüne Mietcontainer zu sehen. Hier wird das von Fachbetrieb Lobbe abgepumpte kontaminierte Löschwasser aus den Auffangbecken des Oberflächenveredlers untergebracht.

Vorsichtig beginnen Fachleute außerdem damit, das Trümmerfeld kontrolliert und beobachtet zu beseitigen. Beobachtet deshalb, um Ursachenforschung betreiben zu können.

Die Polizei geht weiterhin von einem technischen Defekt aus. Vorsätzliche, aber auch fahrlässige Brandstiftung wird ausgeschlossen, teilte Polizeisprecher Dietmar Boronowski mit.

Am Dienstagabend kam es dann noch zu einem Feuerwehreinsatz bei Muschert + Gierse. Offenbar hatte sich im Randbereich des Daches wieder ein kleines Feuer entwickelt.

Wie Heinz-Jürgen Böhmer, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, auf Nachfrage mitteilte, habe man die Löschgruppe Küntrop alarmiert und den Hubrettungswagen eingesetzt, um die Verkleidung abzureißen und das Feuer zu löschen. - vdB

Quelle: come-on.de

Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade vernichtet Teil der Produktion

 

Fotos: Mark Sonneborn Text: Firma Muschert + Gierse

Fotos: Mark Sonneborn
Text: Firma Muschert + Gierse

Neuenrade. Ein Großbrand bei der Neuenrader Firma Muschert + Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) vernichtete gestern innerhalb von sieben Stunden einen Teil der Produktionshallen. Personen kamen nicht zu Schaden. Um 17:03 Uhr waren die ersten beiden Meldungen bei zwei Bereitschaftsmitarbeitern auf dem Handy eingegangen. Alarmrufe gingen von einem Rauchmelder und der Abwasseranlage aus. Die Feuerwehr war bereits in Bereitschaft versetzt, als kurze Zeit später in einer der Produktionshallen eine große Feuersäule in die Luft schoss. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs ruhte die Produktion, welche erst um 20 Uhr zur Nachtschicht hätte anlaufen sollen.

Das Feuer breitete sich sehr schnell innerhalb der Galvanikhalle aus und sprang von dort auf andere Betriebsteile über. Die Feuerwehr war mit acht Löschzügen im Einsatz. Zu Spitzenzeiten hatte Einsatzleiter Carsten Runte acht Löschzüge mit insgesamt 350 Mann und 6.000 Metern Brandschlauch zu koordinieren. „Ich kann mich an keinen Brand erinnern, bei dem fünf Drehleitern zum Einsatz kamen“, so Runte. Die benachbarte Firma Bültmann stellte Räumlichkeiten zur Verfügung, von denen aus der Großeinsatz gesteuert wurde. Vom Kreis wurde ein Krisenstab geschickt, der kontinuierlich Luftmessungen vornahm, da das Feuer eine starke Rauch- und Rußentwicklung mit sich brachte. Die gemessenen Werte wiesen aber zum Glück keine Auffälligkeiten auf, so dass hier Entwarnung gegeben werden konnte.

Gegen zwei Uhr morgens hatten die eingesetzten Wehren den Brand unter Kontrolle. Zurzeit wird das kontaminierte Löschwasser gezielt durch ein Entsorgungsunternehmen entsorgt. Gleichzeitig kümmern sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter darum, dass Kunden informiert und Teile der Produktion ins Zweigwerk nach Thüringen verlagert werden. „ Wir sind gedanklich schon mit der Zukunft beschäftigt und werden die Galvanik wieder komplett neu aufbauen“, so Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf. Glücklicherweise konnte der Großteil der Büros, die Logistikhalle und eine erst 2012 errichtete Produktionshalle inklusive neuester Gestelltechnik vor dem Feuer bewahrt werden.

Die Geschäftsführung geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass diese Halle bereits diese Woche wieder in Produktion genommen werden kann. Über das komplette Ausmaß des Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sachverständige für Betriebsunterbrechung, Gebäude und Einrichtungen werden morgen vor Ort sein. Mitarbeitergehälter und –löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, werde durch die Versicherung voll abgedeckt. „Hier muss sich also kein Mitarbeiter Sorgen machen“, äußerte die Inhaberfamilie Middendorf.

Der Besondere Dank der Geschäftsleitung gilt den eingesetzten Löschzügen, allen voran dem Einsatzleiter Carsten Runte, der Polizei, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Firmen Bültmann und AEZ und allen Mitarbeitern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

Quelle: lennespiegel.de

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Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade

Pressemitteilung vom 10.11.2014

Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade, Küntrop, vernichtet Teil der Produktion
Ein Großbrand bei der Neuenrader Firma Muschert + Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) vernichtete gestern innerhalb von 7 Stunden einen Teil der Produktionshallen. Personen kamen nicht zu Schaden.

Um 17:03 Uhr waren die ersten beiden Meldungen bei 2 Bereitschaftsmitarbeitern auf dem Handy eingegangen. Alarmrufe gingen von einem Rauchmelder und der Abwasseranlage aus. Die Feuerwehr war bereits in Bereitschaft versetzt, als kurze Zeit später in einer der Produktionshallen eine große Feuersäule in die Luft schoss. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs ruhte die Produktion, welche erst um 20 Uhr zur Nachtschicht hätte anlaufen sollen. Das Feuer breitete sich sehr schnell innerhalb der Galvanikhalle aus und sprang von dort auf andere Betriebsteile über. Die Feuerwehr war mit 8 Löschzügen im Einsatz. Zu Spitzenzeiten hatte Einsatzleiter Carsten Runte 8 Löschzüge mit insgesamt 350 Mann und 6.000 Metern Brandschlauch zu koordinieren. „Ich kann mich an keinen Brand erinnern, bei dem 5 Drehleitern zum Einsatz kamen“, so Runte. Die benachbarte Firma Bültmann stellte Räumlichkeiten zur Verfügung, von denen aus der Großeinsatz gesteuert wurde. Vom Kreis wurde ein Krisenstab geschickt, der kontinuierlich Luftmessungen vornahm, da das Feuer eine starke Rauch- und Rußentwicklung mit sich brachte. Die gemessenen Werte wiesen aber zum Glück keine Auffälligkeiten auf, so dass hier Entwarnung gegeben werden konnte. Gegen 2 Uhr morgens hatten die eingesetzten Wehren den Brand unter Kontrolle. Zurzeit wird das kontaminierte Löschwasser gezielt durch ein Entsorgungsunternehmen entsorgt. Gleichzeitig kümmern sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter darum, dass Kunden informiert und Teile der Produktion ins Zweigwerk nach Thüringen verlagert werden. „ Wir sind gedanklich schon mit der Zukunft beschäftigt und werden die Galvanik wieder komplett neu aufbauen“, so Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf. Glücklicherweise konnte der Großteil der Büros, die Logistikhalle und eine erst 2012 errichtete Produktionshalle inklusive neuester Gestelltechnik vor dem Feuer bewahrt werden. Die Geschäftsführung geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass diese Halle bereits diese Woche wieder in Produktion genommen werden kann. Über das komplette Ausmaß des Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sachverständige für Betriebsunterbrechung, Gebäude und Einrichtungen werden morgen vor Ort sein. Mitarbeitergehälter und –löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, werde durch die Versicherung voll abgedeckt. „Hier muss sich also kein Mitarbeiter Sorgen machen“, äußerte die Inhaberfamilie Middendorf.

Der Besondere Dank der Geschäftsleitung gilt den eingesetzten Löschzügen, allen voran dem Einsatzleiter Carsten Runte, der Polizei, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Firmen Bültmann und AEZ und allen Mitarbeitern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

Großbrand verursacht 15 Mio Euro Sachschaden

 

Brand bei Muschert und Gierse

© Kreispolizeibehoerde bei lennespiegel.de

Neuenrade. (ots) Beamte der Lüdenscheider Kriminalpolizei haben heute den Brandort aufgesucht. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme ist nicht von einer vorsätzlichen Inbransetzung der Galvanik auszugehen. Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung kann in den nicht vom Brand betroffenen Gebäudeteilen/Räumlichkeiten eine bedingte Arbeitsaufnahme stattfinden. Der nunmehr geschätzte Sachschaden wird mit ca. 15.000.000 Euro angegeben. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Quelle: lennespiegel.de

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Auswirkungen des Brandes auf die Umwelt

Neuenrade –  Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen hat eine Wischprobe von den Brandrückständen genommen, teilte Birgit Kaiser de Garcia aus der Pressestelle des Amtes auf Nachfrage mit.

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Mit Sandsäcken wird das kontaminierte Löschwasser so weit es geht zurückgehalten., © come-on.de

Brandrückstände seien Asche und Ruß, die sich nach einem Brand unter anderem auf Fensterbänken, Autos oder gar Pflanzen absetzten. Die Probe der Rückstände sei auf eine bestimmte Unterlage aufgebracht und in einem geschlossenen Behälter ins Labor gebracht worden.

Es gehe darum, festzustellen, ob in den Rückständen Dioxine zu finden sind. „Dioxine sind hoch giftig und krebserzeugend“, sagte Kaiser de Garcia. Mit einem Ergebnis sei wegen der Aufwändigkeit der Untersuchung erst in drei oder vier Tagen zu rechnen. „Sollten die Rückstände giftig sein, empfehlen wir beispielsweise Gemüse aus eignem Anbau in der näheren Umgebung des Brandortes gut abzuwaschen oder gar nicht mehr zu essen“, sagte die Pressesprecherin.

Ursula Erkens, Pressesprecherin beim Märkischen Kreis, erklärte unterdessen, dass der Löschschaum, der technisch nicht vorher hätten abgefangen werden können und jetzt „in geringen Mengen“ auf der Hönne schwimme, keine Gefahr für die Umwelt sei.

„In dem Schaum sind keine Stoffe, die nicht von selbst wieder abgebaut werden könnten.“ Das werde lediglich zwei, drei Tage dauern – so lange bis genug frisches Wasser nachgelaufen ist, das sich mit dem verunreinigten mischt – und den Schaum neutralisiert.

 Die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises und der Klärwerkbetreiber Ruhrverband hätten Schadstoffe im Wasser in der Kläranlage – unter anderem Nickel – mit Salzen gebunden, erklärte Erkens. Ein normaler pH-Wert des Wassers in der Kläranlage liege zwischen 7 und 8, alles über 10 sei basisch und somit kritisch. Zwischenzeitlich sei in der Kläranlage ein pH-Wert von 11 gemessen worden, so Erkens, der habe sich inzwischen aber normalisiert. Erkens beruhigt: „Für die Menschen besteht keine Gefahr, da das Wasser so lange geklärt wird, bis es wieder einwandfrei ist.“ – kk

Quelle: come-on.de

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Gewaltige Löschaktion

Neuenrade – Erschöpfte Feuerwehrmänner, Neugierige, Muschert + Gierse-Mitarbeiter, riesige Löschwasserpfützen, Polizisten, Entsorgungsfahrzeuge, eine Drehleiter mit Feuerwehrmann, der immer wieder mit Schaum einen Löschangriff startet, dazu aufgerollte Schläuche: Am Montagvormittag bot sich noch ein Katastrophenszenario an der Hönnestraße.

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Am späten Vormittag wurde nach Brandnestern gesucht. – Foto: von der Beck

 

Von Peter von der Beck

Doch zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr den Industriegroßbrand an der Hönnestraße beim Oberflächenveredler Muschert+ Gierse weitgehend unter Kontrolle. Übernächtigte Feuerwehrmänner waren schon damit befasst, ihre Ausrüstung zu sortieren und aufzuladen.

In der Nacht zuvor war die Feuerwehr mit zeitweise acht Löschzügen im Einsatz, setzte Löschwasser en masse ein. Zeitweise 8000 Liter pro Minute wurden ins Feuer gepumpt, insgesamt sechs Kilometer Brandschläuche wurden dafür per Hand verlegt. Wasser wurde aus der Kläranlage, der Hönne, aus Löschwasserbehältern benachbarter Firmen entnommen. Gar das Freibadbecken musste leergepumpt werden, sämtliche Hydranten wurden angezapft.

Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Carsten Runte: „Ich möchte nicht wissen, was im Sommer passiert wäre“. Sprich, es hätte wohl nicht genug Löschwasser gegeben.

Koordiniert wurde die Brandbekämpfung, bei der die Arbeit von 350 Einsatzkräften mit dem gewaltigem Fuhrpark, einschließlich fünf Drehleitern, von der benachbarten Firma Bültmann aus. Geführt von Runte war hier ein achtköpfiger Stab im Einsatz, der kurzfristig dort eingesetzt wurde.

Sogar Katastrophenalarm war ausgelöst worden. Und mit dem konnten viele Neuenrader/Garbecker nichts anfangen. Runte berichtete von zahlreichen Anrufen bei der Feuerwehr und bei ihm zuhause. Den anhaltenden Heulton konnte niemand zuordnen.

Die Bevölkerung wird bei dieser Sirenart aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Radio/ Fernsehen/Internet einzuschalten. Im Rahmen der Brandbekämpfung waren zeitweise ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich: So wurde eine benachbarte Tankstelle geöffnet, damit die Feuerwehrfahzeuge mit Diesel versorgt werden konnten.

Verpflegt wurden all die Einsatzkräfte vom DRK-Balve. Als der Ortsverband alarmiert wurde, hatten dessen Mitglieder gerade eine Großübung hinter sich, und wussten, dass die dabei verwendete Feldküche noch zur Verfügung stand.

Während einige der Helfer in Küntrop mit den nach-alarmierten DRK-Einheiten aus Werdohl und Altena zur Verfügung standen, wurde in der DRK-Unterkunft die Versorgung mit Heißgetränken und anderer Allgemeinverpflegung für alle Rettungskräfte sicher gestellt. Besonders dankbar für ein kühlendes Getränk waren die Atemschutzgeräteträger, die nach ihrem Einsatz ihre kiloschwere Ausrüstung ablegen und sich ausruhen konnten.

Am Vormittag wie gesagt war dann nur noch der Großhubwagen der Neuenrader Feuerwehr weiter vor der Fabrikhalle, der wurde zum Teil von der Kripo (die ist immer nach Bränden vor Ort) genutzt, um Fotos zu machen, überwiegend kam jedoch die Feuerwehr zum Einsatz, welche die Dachverkleidung aufmachte, um nach Brandnestern zu suchen.

Was den Brandschutz anbelangt, so gehört die Firma Muschert + Gierse sicher zu den Vorzeigebetrieben. Regelmäßige Brandschutzübungen finden hier statt. Mitarbeiter des Unternehmens sind auch bei der Feuerwehr aktiv.

Iris Middendorf, aus dem Kreis der Inhaberfamilie, ist sich sicher, dass noch mehr passiert wäre, wenn sich die Feuerwehr nicht so gut im Betrieb auskennen würde.

So waren bereits die ersten Brandmeldungen um 17 Uhr bei zwei Bereitschaftsmitarbeitern aufgelaufen und die Feuerwehr war in Bereitschaft versetzt worden. Während des Feuerausbruchs wurde nicht produziert, erst um 20 Uhr wäre die Arbeit angelaufen.

Optimismus und Tatendrang war am Montag bei Muschert + Gierse, zu spüren: Erste Maßnahmen wurden ergriffen, um die Produktion wieder anlaufen zu lassen. Und seitens der Inhaberfamilie wurde betont, das sich kein Mitarbeiter Sorgen machen müsse.

Auch bedankt man sich ausdrücklich bei der Feuerwehr, allen voran bei Einsatzleiter Carsten Runte, bei der Polizei, beim THW, beim DRK, Johannitern, der Firma Bültmann und AEZ sowie allen Mitarbeitern.

Quelle: come-on.de

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Das Gewirr aus verbogenen Metallstreben, -trägern und Blechplatten in der betroffenen Produktionshalle von Muschert + Gierse dokumentiert die Gewalt des Feuers., © von der Beck

15 Millionen Euro Schaden – Technischer Defekt

[Update/Montag, 17 Uhr] Küntrop – Der Großbrand in der Küntroper Firma Muschert + Gierse in Neuenrade ist wohl durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Dabei wurde eine Produktionshalle völlig zerstört. Der Sachschaden wird nach Polizeiangaben auf etwa 15 Millionen Euro geschätzt.

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© von der Beck

Das Feuer sei am Sonntagnachmittag vermutlich durch einen technischen Defekt in der Galvanikhalle ausgegangen. Von dort habe es sich sehr schnell über die betroffene Produktionshalle ausgebreitet. Das meldete das Unternehmen, ein Spezialist für Oberflächentechnik, am Montagnachmittag.

Polizei schätzt Schaden auf 15 Millionen Euro

Der Schaden ist offensichtlich gewaltig. Während die Polizei ihn auf 15 Millionen Euro schätzt, äußert sich die Geschäftsleitung nicht in Zahlen: Über das Ausmaß des Schadens könne jetzt nur spekuliert werden, heißt es in der Mitteilung.

Beamte der Lüdenscheider Kriminalpolizei hatten am Montag den Brandort untersucht und nach einer ersten Begutachtung „ist nicht von einer vorsätzlichen Inbrandsetzung der Galvanik auszugehen“. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten weiter an. Erst am Montagvormittag war der Brand unter Kontrolle.

350 Einsatzkräfte / Katastrophalarm ausgelöst

Bis 2 Uhr in der Nacht waren 350 Einsatzkräfte aus Neuenrade und dem gesamten Märkischen Kreis damit befasst, das Feuer einzudämmen. Fünf Drehleitern nebst Mannschaften waren vor Ort. Sogar Einsatzkräfte aus Hagen, Dortmund und dem Hochsauerlandkreis waren in Küntrop. Gar Katastrophenalarm wurde ausgelöst.

Gewaltig war der Wasserverbrauch, selbst das Wasser aus dem benachbarten Freibad musste zum Löschen herhalten. Spezialfahrzeuge der Feuerwehr des Märkischen Kreises und ein mit Hightech bestücktes Spezialfahrzeug des Landesumweltamtes patrouillierten durch die angrenzende Ortschaft, um Gefahrstoffe in der Luft festzustellen.

Eine Gefährdung der Bevölkerung – so wurde später klar – war nicht vorhanden. Sicherheitshalber waren 15 Bewohner des Industriegebietes in einem Hotel untergebracht worden. Am Montag ging es schon darum, mit Hilfe von Spezialisten Umweltschäden durch kontaminiertes Löschwasser einzudämmen.

Galvanik werde komplett neu aufgebaut

Bei dem Unternehmen bemüht man sich intensiv darum, die Produktion wieder in Gang zu bringen. Die Kundschaft wird informiert, Teile der Produktion werden in das Zweigwerk in Thüringen ausgelagert. Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf verkündete, dass man die Galvanik komplett neu aufbauen werde.

weitere Bilder finden sie auf come-on.de

Glücklicherweise seien der Großteil des Büros, die Logistikhalle und eine neue Produktionshalle inklusive neuester Technik vor dem Feuer bewahrt worden. Noch in dieser Woche soll dort der Betrieb wieder anlaufen. Zudem würden „Mitarbeitergehälter und- Löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, durch die Versicherung voll abgedeckt“, teilte der Geschäftsführer mit. – vdB

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Radio MK – Mitschnitte vom 10.11.2014

Nachrichten von 6.10 Uhr


Nachrichten von 6.30 Uhr


Nachrichten von 16.30 Uhr

 

Quelle: www.radio-mk.de

++++ Update ++++ Muschert & Gierse ein Flammeninferno

 

© Mark Sonneborn

© Mark Sonneborn

Küntrop. Am späten Sonntagnachmittag ist die Galvanik-Abteilung der Firma Muschert & Gierse in Neuenrade-Küntrop in Flammen aufgegangen. Menschen kamen nicht zu Schaden, da sich zum Zeitpunkt des Unglücks scheinbar niemand im Gebäude aufgehalten hatte. Dagegen entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Mehr als 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Einsatz. Löschzüge aus Neuenrade, Werdohl, Plettenberg, Hemer, Lüdenscheid, Menden und Iserlohn und sogar Sundern waren ausgerückt. Zudem waren THW und DRK aus Balve vor Ort. Auch die Johanniter halfen mit einer Bereitschaft. Laut Informationen des Märkischen Kreises erhöhte sich die Zahl der Einsatzkräfte im Laufe des Abends und der Nacht noch auf 350. Erst gegen vier Uhr früh sei der Großbrand unter Kontrolle gewesen.

8000 Liter pro Minute

Fünf Drehleitern waren gleichzeitig im Einsatz, bemüht darum, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig kämpften die Einsatzkräfte dagegen, dass sich die Flammen auf nebenstehende Gebäude ausbreiteten. Mit 8000 Litern pro Minute begegnete die Feuerwehr den Flammen, die zeitweise bis zu 50 Meter aus dem Dach in den Küntroper Himmel schlugen. Um den Wasserbedarf zu decken, bediente sich die Feuerwehr im nahegelegenen Neuenrader Freibad, das leergepumpt wurde. Das Firmengebäude konnte auch am späten Abend noch nicht von den Einsatzkräften betreten werden. Dies sei nach Informationen vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Michael Kling erst möglich, nachdem eine Schaumdecke über das Fabrikgebäude gelegt werden kan.

Viele Schaulustige

Die Schwarze Rauchsäule war weithin zu sehen und bewegte sich in Richtung Balve/Garbeck. Hier sind die Anwohner durch Warnhinweise im Lokalradio sowie duch Lautsprecherwagen der Polizei darauf hingewiesen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messungen der Feuerwehr hatten glücklicherweise ergeben, dass keine gefährlichen Stoffe ausgetreten waren. Noch ehe die Sirenen, die im Laufe des Abends mehrmals zu hören waren und zunächst den Stadtalarm in Neuenrade gaben, später die Gefahr für die Bevölkerung kund gab, verbreitete sich die Nachricht der Katastrophe in Windeseile über soziale Netzwerke. In ganz Küntrop, besonders aber auf dem Vorplatz der Schützenhalle und an der Dineike, hatten sich Schaulustige versammelt. Mittlerweile ist die Gegend großräumig abgesperrt.

Am Montagmorgen arbeitete sich die Feuerwehr Neuenrade mit Schaum in das Innere der abgebrannten Produktionshalle vor, die in der Nacht dem Brand zum Opfer gefallen war.

Die Schadstoffmessungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen bestätigten, dass sich in der Rauchsäule keine gesundheitsgefährdenden Stoffe befunden hätten, heißt es vom Märkischen Kreis.

von Mark Sonneborn

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© Mark Sonneborn

© Mark Sonneborn

 Quelle: lennespiegel.de