Großbrand bei Muschert + Gierse in Neuenrade vernichtet Teil der Produktion

 

Fotos: Mark Sonneborn Text: Firma Muschert + Gierse

Fotos: Mark Sonneborn
Text: Firma Muschert + Gierse

Neuenrade. Ein Großbrand bei der Neuenrader Firma Muschert + Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) vernichtete gestern innerhalb von sieben Stunden einen Teil der Produktionshallen. Personen kamen nicht zu Schaden. Um 17:03 Uhr waren die ersten beiden Meldungen bei zwei Bereitschaftsmitarbeitern auf dem Handy eingegangen. Alarmrufe gingen von einem Rauchmelder und der Abwasseranlage aus. Die Feuerwehr war bereits in Bereitschaft versetzt, als kurze Zeit später in einer der Produktionshallen eine große Feuersäule in die Luft schoss. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs ruhte die Produktion, welche erst um 20 Uhr zur Nachtschicht hätte anlaufen sollen.

Das Feuer breitete sich sehr schnell innerhalb der Galvanikhalle aus und sprang von dort auf andere Betriebsteile über. Die Feuerwehr war mit acht Löschzügen im Einsatz. Zu Spitzenzeiten hatte Einsatzleiter Carsten Runte acht Löschzüge mit insgesamt 350 Mann und 6.000 Metern Brandschlauch zu koordinieren. „Ich kann mich an keinen Brand erinnern, bei dem fünf Drehleitern zum Einsatz kamen“, so Runte. Die benachbarte Firma Bültmann stellte Räumlichkeiten zur Verfügung, von denen aus der Großeinsatz gesteuert wurde. Vom Kreis wurde ein Krisenstab geschickt, der kontinuierlich Luftmessungen vornahm, da das Feuer eine starke Rauch- und Rußentwicklung mit sich brachte. Die gemessenen Werte wiesen aber zum Glück keine Auffälligkeiten auf, so dass hier Entwarnung gegeben werden konnte.

Gegen zwei Uhr morgens hatten die eingesetzten Wehren den Brand unter Kontrolle. Zurzeit wird das kontaminierte Löschwasser gezielt durch ein Entsorgungsunternehmen entsorgt. Gleichzeitig kümmern sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter darum, dass Kunden informiert und Teile der Produktion ins Zweigwerk nach Thüringen verlagert werden. „ Wir sind gedanklich schon mit der Zukunft beschäftigt und werden die Galvanik wieder komplett neu aufbauen“, so Geschäftsführer und Inhaber Gert Middendorf. Glücklicherweise konnte der Großteil der Büros, die Logistikhalle und eine erst 2012 errichtete Produktionshalle inklusive neuester Gestelltechnik vor dem Feuer bewahrt werden.

Die Geschäftsführung geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass diese Halle bereits diese Woche wieder in Produktion genommen werden kann. Über das komplette Ausmaß des Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Sachverständige für Betriebsunterbrechung, Gebäude und Einrichtungen werden morgen vor Ort sein. Mitarbeitergehälter und –löhne sowie alle Kosten, die mit der Betriebsunterbrechung in Zusammenhang stehen, werde durch die Versicherung voll abgedeckt. „Hier muss sich also kein Mitarbeiter Sorgen machen“, äußerte die Inhaberfamilie Middendorf.

Der Besondere Dank der Geschäftsleitung gilt den eingesetzten Löschzügen, allen voran dem Einsatzleiter Carsten Runte, der Polizei, dem THW, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Firmen Bültmann und AEZ und allen Mitarbeitern und Beteiligten für ihre Unterstützung.

Quelle: lennespiegel.de

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